Tierwelt Urfttal

Monika Schmalz

Mein Leben mit Tieren  

So lange ich denken kann, spielten Tiere in meinem Leben eine wichtige Rolle. 

Seit frühester Kindheit hatte ich eigene Tiere, für die ich auch selbst verantwortlich war. Egal ob Kaninchen, weiße Maus, Vogel, Fische, Hund oder Katze - ich hatte und habe zu allen Tieren eine besondere Beziehung. 
Ich verstehe sie ohne Worte und erkenne auf den ersten Blick, wenn irgend etwas nicht stimmt.

Ich erinnere mich noch an den erstaunten Blick meiner Eltern, weil ich zwei exakt gleich aussehende Kaninchen, von denen jedoch eins männlich und eins weiblich war, problemlos auseinander halten konnte.
Für mich war das ganz selbstverständlich und ich konnte nicht verstehen, warum mein Vater immer genau nach dem Geschlecht des armen Kaninchens gucken musste um zu überprüfen, ob ich wirklich recht hatte.
Meine Meinung dazu war immer: "Das sieht man doch!"  


Der erste eigene Hund - nur für mich!

Als ich 13 Jahre alt war, bekam ich meinen ersten eigenen Hund, die Schäferhündin Anka.
Von meinem Taschengeld zusammengespart, kam sie als acht Wochen alter Welpe zu mir.
Sie wurde zu meiner besten Freundin. Ich verbrachte meine komplette Freizeit mit ihr, zog sie liebevoll groß und bildetete sie selbst aus.

Einmal durfte Anka Nachwuchs bekommen. Die Welpen kamen kurz vor Beginn der Sommerferien zur Welt - das waren die schönsten Ferien meines Lebens!

Leider wurde Anka sehr krank und kurz nachdem unser erstes Baby geboren wurde, musste ich mich von ihr verabschieden.  
Vergessen werde ich sie nie!  


Babypause ohne Hund

Es folgten ein paar Jahre Babypause, aber kaum dass unser Jüngster laufen konnte, gab es wieder Hunde in meinem Leben.
Da ich nun keine Zeit mehr hatte, um einen großen, triebstarken Hund im Hundesport auszulasten, waren es kleine Hunde:
Auf zwei süße, sture Dackel, die aber leider beide sehr jung wieder über die Regenbogenbrücke gingen, folgte der Zwergpudel Yoschy, der uns fast 15 Jahre lang begleitete und Paddy, ein liebenswerter, kniehoher Pudelmix, der uns leider auch viel zu früh wieder verlassen musste.
 



Mein Dreamteam und ich



2006 zog Nero als neun Wochen altes Hundbaby bei uns ein.

Mit ihm nahm ich dann auch mein Hobby aus der Jugendzeit wieder auf - den Hundesport.








Fünf Jahre später kam Merlin dazu. 

Dieses zuckersüße Goldie-Baby war mein Geschenk zum 50. Geburtstag. 







Ich habe viel Liebe und Zeit darauf verwandt, aus diesen beiden unterschiedlichen Hunden ein Team zu bilden und es ist mir gelungen!
Ich habe genau das Dreamteam, das ich mir gewünscht habe!


 

Immer mit dabei!

Dreamteam

Diese beiden liebenswerten Tiere sind jetzt meine ständigen Begleiter und füllen einen großen Teil meiner Freizeit aus.

Soweit es geht, sind Nero & Merlin immer und überall mit dabei. Sie bleiben zwar auch ohne Probleme alleine zu Hause, aber als Rudeltiere gehen sie natürlich lieber mit!
Wenn ich zur Garderobe gehe, stehen beide fragend neben mir. Greife ich nach den Halsbändern, ist die Freude groß.
Wenn ich aber mit dem Satz "Frauchen geht alleine" meine Handtasche nehme, wird das "Ich-bin-der-Ärmste-Hund-der-Welt-Gesicht" aufgesetzt - ein Anblick zum Steinerweichen!
Früher reichte es dann, wenn ich nicht mehr hinsah und mich einfach umdrehte, um zu gehen.
Seit ich mich mit der Tierkommunikation beschäftige, verfolgten mich plötzlich Fragen wie: "Warum darf ich nicht mit?"
Tja, wie erklärt man nun seinem Hund, dass er nicht mit in den Supermarkt, in die Kirche oder zum Shopping kommen darf ...?

Na ja, aber meistens sind sie dabei wenn's losgeht, und dann ist die Welt auch in Ordnung! 

Wir wandern viel, haben aber auch reichlich Spaß auf dem Hundeplatz und in der Hundeschule.
Beide Hunde haben die Begleithundeprüfung gut bestanden und arbeiten freudig und gerne mit mir. 

Einmal in der Woche fahren wir zum Agility. 


Wir sind Hobbyläufer und betreiben diesen Sport nur aus Spaß an der Freude.
Nero, meine Sportskanone, macht das richtig gut (oft im Gegensatz zu Frauchen) und Merlin dieses tollpatschige Riesenbaby schafft es gerne mal mit einem einzigen Satz einen halben Agility-Parcour umzuwerfen, um mich dann mit leuchtenden Augen anzusehen. 

Bei "Erfahrungen und Gespräche mit Tieren" kannst du nachlesen, was er selbst dazu sagt.


Meine Kätzchen

Nero & Lucky

Früher glaubte ich der landläufigen Meinung, dass Hund und Katze sich nicht vertragen. Deshalb gab es lange Zeit keine Katze in meinem Leben.


Das änderte sich, als wir vor einigen Jahren plötzlich die Wohnung im ersten Stock voller Mäuse hatten.
Ich habe ja bestimmt nichts gegen Mäusschen. Ich finde sie sogar ausgesprochen süß - aber in unsere Wohnung hatte ich sie nicht eingeladen.
Trotzdem fühlten sie sich dort pudelwohl und vermehrten sich kräftig.

Also zogen Katzen bei uns ein, die Mäuse zogen wieder aus und ich kann mir heute ein Leben ohne meine Stubentiger nicht mehr vorstellen.  


Kyra (Frau Gräfin)

Im März 2006 holte ich Kyra aus dem Tierheim.
Sie gewöhnte sich schnell hier ein, und schon bald durfte sie Freigang haben.

Den Spitznamen "Frau Gräfin" hat sie, weil sie anfangs das Katzenklo benutzt und dieses dann hoch erhobenen Hauptes sofort wieder verließ. Kater Lucky - ganz Kavalier - kletterte dann ins Katzenklo um die Hinterlassenschaften der feinen Dame zu verscharren.

Kyra mag es nicht, wenn die Zimmertüren geschlossen sind, und sie hat Angst vor dem Staubsauger. Aber ansonsten scheint sie nicht traumatisiert zu sein.
Die Mitarbeiter im Tierheim konnten mir nicht viel über sie sagen. Dort war nur bekannt, dass es sich um ein Fundtier handelte.

Also habe ich Kyra selbst gefragt, was sie vor ihrer Zeit im Tierheim erlebt hat.
Was sie berichtet hat, kannst du in der Rubrik "Erfahrungen und Gespräche mit Tieren" nachlesen.
Ein paar Jahre später stellte sich heraus, dass Kyra über beeindruckende Heilerfähigkeiten verfügt. Auch diese Geschichte findest du hier!


Lucky

Lucky mag ich besonders gern. Er kommt ebenfalls aus dem Tierheim und zog gemeinsam mit Kyra hier ein, aber im Gegensatz zu ihr war er voller Ängste und Traumata.


Auch ihn habe ich gefragt, was er vor seiner Zeit im Tierheim erlebt hat.
Die Bilder, die er mir gezeigt hat, waren so grausam, dass ich sie hier nicht wiedergeben möchte.
Nur soviel: Sein Vertrauen in die Menschen war tief erschüttert.

Als ich ihn zu mir holte und ihn aus der Transportbox befreite, floh er sofort. Er versteckte sich voller Panik im hintersten Winkel unter den Schränken und kam tagelang nicht mehr hervor.
Der Blick in seine verängstigten Augen tat mir in der Seele weh! Drei Tage lang hat er kein Futter angerührt und seine Notdurft in seinem Versteck verrichtet.
Ich wollte ihn schon ins Tierheim zurück bringen, weil ich dachte, dass Lucky sich bei mir nicht wohl fühlt.
Ein Anruf im Tierheim erweckte in mir den Eindruck, dass Lucky schon öfter vermittelt worden und immer wieder ins Tierheim zurück gekommen war.
Die Mitarbeiterin des Tierheims meinte, ich könne doch mit Tieren umgehen und sie bat mich, es noch ein paar Tage mit Lucky zu versuchen. Dies sei seine letzte Chance. Wenn Lucky bei mir nicht bleiben könne, bleibe nur die Auswilderung.

Also gab ich ihm diesem wunderschönen Kater diese Chance. Ich sagte zu ihm: "Wenn du frisst, bekommst du von mir alle Zeit der Welt die du brauchst, um dich hier einzuleben!"
An diesem Abend hat er zum ersten mal gefressen ...

Die folgenden Wochen lang hat in sich unserem Spind hinter dem Kühlschrank versteckt. Dort saß er den ganzen Tag und die ganze Nacht und kam nur vor, wenn ich vor dem Kühlschrank saß und ihn rief.
In dieser Zeit habe ich Stunden in unserem Spind verbracht, auf dem umgedrehten Putzeimer sitzend.
Dann ließ Lucky sich von mir streicheln, fraß aus meiner Hand und benutze auch das Katzenklo, das ich neben den Kühlschrank gestellt hatte - aber beim kleinsten Geräusch im Hause war er sofort wieder in seinem Versteck verschwunden.

Neun Wochen später traute er sich allmählich weiter vor. Zuerst schaffte ich es, ihn bis in den Flur zu locken, dann sogar bis in die Küche! Die ganze Familie schlich auf Zehenspitzen, stets bemüht, Lucky nicht zu erschrecken.

Es dauerte noch einige Wochen, bis er sich traute, in Kyras Begleitung unseren Garten zu erkunden - und irgendwann machte er ihr dann klar, dass er ab jetzt auf ihre Begleitung verzichtete und machte sich wie jeder normale Kater auf die Pirsch durch die angrenzenden Gärten bis in die Wiesen und den nahen Wald.

Seitdem machte er einen absolut glücklichen Eindruck, aber es dauerte trotzdem noch einige Jahre, bis er sich traute, auf meinen Schoß zu klettern.
Irgendwann hat er auch diesen Schritt gewagt und seitdem genoeßt er diese Kuschelstunden genau so sehr wie ich!


Leider ist Lucky oft lange Zeit "on Tour". Meine Erfahrungen dazu findest du ebenfalls in der Rubrik "Erfahrungen und Gespräche mit Tieren". 


Gismo

Ich wusste schon länger, dass noch eine dritte Katze bei uns einziehen würde, aber ich suchte sie nicht, sondern ich wollte einfach abwarten, bis sie den Weg zu mir finden würde.
Eines Tages erhielt ich eine Nachricht auf meinem Anrufbeantworter. Ein Katzenbaby im Alter von 6 oder 7 Wochen war in einer Kirche ausgesetzt worden und sollte am nächsten Tag ins Tierheim gebracht werden, wenn sich niemand finden würde, der das Tierchen aufnimmt.
Mir war sofort klar, dass dies das erwartete Kätzchen war. Ich schnappte mir einen Katzenkorb und eilte los, um dieses winzig kleine, aber äußerst selbstbewusste Katzenbaby, das von meinen Söhnen Gismo getauft wurde, nach Hause zu holen.

Klein-Gismo fühlte sich gleich heimisch bei uns und übernahm sofort die Führung im Katzenclan. Er blieb monatelang freiwillig in der Wohnung, aber irgendwann erwachte auch in ihm der Wunsch nach Freigang.

In seinem Revier scheint einiges los zu sein, und so wie es aussieht, geht Gismo keinem Kampf aus dem Weg. Inzwischen ist sein süßes Gesicht voller Narben und auch die Ohren haben schon verwegen aussehende Spuren unerbittlicher Kämpfe.

Ich als sein Dosenöffner darf mir oftmals ein energisches Gemauze anhören, wenn ich nicht schnell genug seine Befehle befolge ... aber wenn er dann schmust und kuschelt, ist natürlich alles wieder vergessen!